Im Kirchenjahr

"Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten...?"

Dialogpredigt zu Lukas 7,18-23 gehalten von P.Albert Holknecht SJ, Haus Hoheneichen und Pfarrerin Anette Bärisch, Haus der Stille

im Gottesdienst am Freundetag anlässlich 25 Jahre Haus der Stille als Einkehrhaus der Ev,-luth. Landeskirche Sachsens

Und die Jünger des Johannes verkündeten ihm das alles. Und Johannes rief zwei seiner Jünger zu sich 19 und sandte sie zum Herrn und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten? 20 Als aber die Männer zu ihm kamen, sprachen sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und lässt dir sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten? 21 Zu der Stunde machte Jesus viele gesund von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern, und vielen Blinden schenkte er das Augenlicht. 22 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Geht und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird das Evangelium gepredigt; 23 und selig ist, wer sich nicht ärgert an mir.

Anette Bärisch: Lass uns mit dem Betrachten so beginnen, wie es Ignatius vorschlägt. Wir sehen den Schauplatz, in diesem Fall sind es ja zwei Schauplätze. Wo schaust du zuerst hin? Was siehst du?

P.Albert Holzknecht:
Johannes im Gefängsnis. Ich versuche mir den Raum vorzustellen, in dem Johannes sich befindet. Was sehe ich? Was höre ich? Was rieche ich? 
Ich versuche mich in die Situation des Johannes hineinzuversetzen.  Was bewegt ihn? Was geht ihm durch Kopf und Herz? Vielleicht fühlt er sich einsam, verlassen von Menschen und von Gott. Vielleicht hat er Angst vor dem, was da kommen wird. Und vermutlich nagt die Frage in ihm, wer denn dieser Jesus ist, auf den er verwiesen hat. Ist er der Messias oder gilt es auf einen anderen zu warten? 
Ich muss angesichts dieser Frage auch an P. Alfred Delp SJ denken, der von 1942 an offiziell im Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke mitarbeitete, um ein Modell für eine neue Gesellschaftsordnung nach dem Ende der Zeit des Dritten Reiches zu entwickeln. Nach dem Scheitern des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944 wurden Delp und Moltke verhaftet und 1945 beide in Berlin-Plötzensee hingerichtet. „Im Angesicht des Todes“ hat Alfred Delp  1944 und 1945 Predigten und Betrachtungen geschrieben, die bis heute zu Herzen gehen. Er stellt darin Betrachtungen zum Advent an und kommt auch auf die Bedeutung der Adventsgestalten zu sprechen. Zu Johannes dem Täufer schreibt er: 
"Dass die Adventsgestalt des Johannes, des unerbittlichen Sendlings und Mahnboten im Namen Gottes, in unsern Trümmerwüsten kein Fremdling bleibe. Von diesen Gestalten hängt viel ab für unser Leben. Denn wie sollen wir hören, wenn keiner ruft und das Toben der wild gewordenen Zerstörung und Verblendung wirklich überbietet?" 
Wie aktuell sind doch diese Worte in unserer Zeit!

AB: Die Frage des Johannes wird durch Boten an den zweiten Schauplatz gebracht. Vor meinen Augen entsteht eine Verbindung, eine Brücke zwischen Johannes und Jesus.
Jesus, seine Jünger, Menschenmenge, Kranke und Geheilte, die Johannesjünger, Unbeteiligte... alle hören jetzt die Frage: Bist du es...?
Ich stelle mir vor, wie diese Frage da in die Situation hineinstößt. Eine Menge Leute sind da, die gerade Wunder, Heilung, Zuwendung, Erlösung erleben. Und da hinein solch eine Frage: Bist du es? Oder noch ein ganz anderer? Wendet sich Gott uns zu? Jetzt? Oder doch erst später? In einer anderen Zeit?

- Was löst das aus?
Ich kann mir vorstellen, dass da Befremden, Unmut, Unverständnis den Johannesjüngern gegenüber laut wird: Was soll das? Wollen die provozieren? Woher kommt der Zweifel? Den Johannes kennen wir doch als einen frommen, überzeugten und überzeugenden Gottesboten? Was ist los mit dem?

Doch wenn ich an unsere heutige Situation denke, kann ich das alles eigentlich auch wieder ganz gut verstehen. Gerade Menschen, die in den letzten Monaten viel allein waren, die isolierter als sonst lebten, erzählen mir von ihren Ängsten und Zweifeln. Gerade rutschen wir quasi von einer Krise in die nächste. Da steigen schon auch Fragen auf: Meint es Gott denn nicht immer gut???
Jesus heilt doch - oder?

A.H: 
Ja, Jesus heilt, er wird ja als Heiland bezeichnet, aber er heilt nicht immer alle auf einmal. Er heilte viele, die an Krankheiten aller Art litten (vgl. Mk 1,34.41). Heilung beinhaltet mehr als Wiedererlangung körperlicher Gesundheit, Heilung ist ein ganzheitlicher Prozess. Prozesse brauchen Zeit. Ein erster Schritt auf dem Weg zur Heilung kann drin bestehen, Verwundungen, Verletzungen, Unheiles in den Blick zu nehmen. Vielleicht kommt jemand dahin, mit seinen Verwundungen anders umzugehen, sie vielleicht sogar anzunehmen. 


A.B: 
Obwohl die Boten des Johannes direkt Augenzeugen für Heilung werden, gibt Jesus ihnen noch diesen konkreten Auftrag:
„ Geht und berichtet, was ihr gesehen und gehört habt! So als ob er Sorge hat, dass sie es immer noch nicht begreifen.
Lass uns einmal schauen, was wir gesehen und gehört haben-
Wo erleben wir, wie Menschen an Seele und Leib heil werden.

Eine ganz  schlichte Erfahrung aus unserem Haus: So wie Ihr in Hoheneichen ja auch bieten wir "Stille Tage" an. Oft wirken die Menschen, die kommen am Morgen angespannt und abgehetzt. Noch schnell das Kind in die KiTa gebracht, Streit mit der pubertierenden Tochter am Frühstückstisch, kurz noch drei dienstliche mails bearbeiten ...  Wenn wir am Ende des Tages Gottesdienst feiern, werden vor allem Gebete der Dankbarkeit formuliert und wenn ich in die Gesichter schaue, bemerke ich meistens eine große Gelöstheit.
Besonders gern kommen unsere Gäste zu "Leib-Seele-Angeboten". So wie in dieser Woche zur Meditation des Tanzes. Glaub nicht, dass da lauter junge Frauen kommen! Für mich ist das tatsächlich manchmal wie "Lahme gehen". Menschen jeden Alters überlassen sich den Klängen der Musik, der Aussage des Tanzes, den Bewegungen und vor allem der Gemeinschaft in der Gruppe. Eine Teilnehmerin sagt: "Da steigt etwas in meiner Seele auf, das ich nicht in Worte fassen kann, etwas in mir wird angerührt." Da fließt Segen und es ist auch ein Heilwerden an Leib, Seele und Geist. 
        
Was erlebst du da?
    
A.H:
Ähnliches wie du erlebe auch ich. Die Menschen, die zu uns nach HohenEichen kommen, sind zum Teil überarbeitet und müde, müde nicht nur von der Arbeit, sondern auch von den vielen Herausforderungen unserer Zeit, egal ob das der Klimawandel , der Krieg in der Ukraine, die Corona Situation oder sonstwas ist. Mit all diesen Herausforderungen sind oft auch Ängste verbunden. Und von daher tut es vielen gut, einfach einmal den Alltag ein stückweit hinter sich lassen und ein wenig aufatmen zu können. Dazu können Stille und das Wahrnehmen der Schöpfung wertvolle Hilfen sein. In Exerzitien können bestimmte Bibeltexte oder ein Bild oder andere Texte für Menschen heilsame Wirkung haben, indem sie sich im Text oder Bild wiederfinden und zu einer neuen Sichtweise finden. Gerne gebe ich ExerzitantInnen das Bild mit dem "lächelnden Christus" von Javier. Es handelt sich dabei um Kreuzesdarstellung, die sich in Schloss Javier in Spanien findet, in dem Franz Xaver, ein Gefährt des hl. Ignatius, aufgewachsen ist. Das Auffällige an dieser Darstellung ist, dass der Gekreuzigte lächelt. Es ist ein mildes, gütiges Lächeln, in dem das Licht der Auferstehung durchkommt. Menschen können im Anschauen dieses Bildes die Erfahrung machen, dass sie von Gott, von Jesus liebevoll angeschaut werden und dass dieser liebevolle Blick heilende Wirkung hat. 


AB: 
   Ja, diese Übung rege ich auch sehr gern an: Sich von Jesus liebevoll anschauen lassen, in allem, was ist und was war.
   
Woran ich noch etwas hänge ist die Sache mit den Armen und dem Evangelium? Am letzten Sonntag wurde hier über den Reichen Mann und den armen Lazarus gepredigt. Das steckt mir noch etwas in den Knochen. Sind wir unverbesserlich? Hartherzig? Unbelehrbar? Gilt die Zusage Jesu auch im reichen Mitteleuropa, wo es alles gibt und alles möglich scheint?
 Was ist mit unserer Armut? Wer sind die Armen hier?

A.H:
 Ich denke, dass es auch hier materiell Arme gibt, vielleicht mehr als wir glauben. Dann gibt es aber auch die Menschen, die innerlich arm dran sind, weil sie voller Ängste und Sorgen sind, weil sie keinen Halt und keine Orientierung haben. Wir leben in sehr unsicheren Zeiten, und ein großes Bedürfnis jedes Menschen ist das Bedürfnis nach Sicherheit. Ich meine, dass die Gruppe "Silbermond" dies sehr treffend in ihrem Song "Irgendwas bleibt" zum Ausdruck gebracht hat mit der Aussage: "Gib mir′n kleines bisschen Sicherheit in einer Welt, in der nichts sicher schein. Und gib mir in dieser schnellen Zeit irgendwas das bleibt." Ja, was bleibt, wenn vieles in unserer Gesellschaft, in unseren Kirchen und in unserem eigenen  Leben zerbricht. 
Paradoxerweise werden in der Bergpredigt gerade die Armen seliggepriesen; denn ihnen gehört das Himmelreich (Mt 5,3). Das bedeutet für mich, dass diejenigen, die auf Gott vertrauen und nicht alles von eigener Macht und eigenem Besitz abhängig machen, zu einem gelassenerem und glücklichem Leben finden können und zwar nicht erst im Jenseits, sondern bereits im Diesseits.  

A.B: 
    Ja, vielleicht kann das auch ein bisschen geübt werden. Wir bieten im Haus Reduktion auf wesentliches. In den Zimmern steht ein Bett, ein Tisch, ein Stuhl, ein Schrank. Es gibt kein WLAN, kein TV, dafür Garten und Feld. Die  Mahlzeiten sind ohne Fleisch... Oft höre ich von unseren Gästen den Satz  "Man braucht eigentlich so wenig..."
    Ich bin immer wieder überrascht, mit welcher Dankbarkeit unsere Gäste wieder abreisen. Vielleicht entdecken Sie auch neu, was wirklich wichtig ist im Leben, was Sinn gibt, was das Leben wertvoll macht, wer ihnen wertvoll ist ...
    Und vielleicht ist das sogar auch ein Zuspruch für unsere Kirchen, uns nicht zu sorgen, wenn unsere Gemeinden kleiner werden, das Personal weniger und das Geld auch. Sondern uns in Gelassenheit üben, neu auf das Wort vom winzigen Samenkorn hören...

    Und nun der Schluss. „Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt!“
   
Wie hörst du das?
    

  A.H:
Johannes der Täufer hatte wohl andere Erwartungen an Jesus gehabt. Das kommt ja in seinen Worten zum Ausdruck: "Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber der, der stärker ist als ich; ich bin nicht wert, dass ich ihm die Riemen seiner Schuhe löse; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. In seiner Hand ist die Worfschaufel, und er wird die Spreu vom Weizen trennen und den Weizen in seine Scheune sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen." (Lk 3,16-17). 
Auch einige Jünger Jesu hatten wohl andere Vorstellungen vom Messias gehabt, denken wir beispielsweise an Petrus und Judas. Ein Messias, der nach Jerusalem geht, dort leidet und stirbt, das passte absolut nicht in ihre Vorstellungen. Auch in der geistlichen Begleitung und in der Exerzitienbegleitung begegnen mir Menschen mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen von Gott und Jesus. Manche haben die Vorstellung von einem "Deus ex machina" einem Gott, der in Notsituationen eingreift und hilft. Gott tritt uns nicht entgegen mit Macht und Gewalt, sondern mit der Macht der wehrlosen Liebe. Dieser Gott wird anschaubar im hilflosen Kind in  der Krippe, dieser Gott wird anschaubar in dem Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird. Diese Ohnmacht der wehrlosen Liebe besiegt alles, besiegt Hass und Gewalt, ja sogar den Tod.      
    
      
      A.B:
          Menschen wünschen sich Klarheit und Eindeutigkeit - gerade heute. Entweder - oder; glauben oder nicht glauben; vertrauen oder zweifeln; ...unsere Welt ist so komplex geworden, da wünschen sich viele einfache Lösungen, eindeutige Antworten.
Ich höre Jesu Wort auch als Zuspruch für uns, so ähnlich wie sein Wort an Thomas "Selig sind, die nicht sehen und glauben..."
           Johannes kann ja gerade auch nichts sehen, nur von seinen Jüngern hören...Die Menschen, die diesem Gespräch beiwohnen, haben es leicht. Sie erleben die Heilungen hautnah. Können aus Jesu Wort Trost schöpfen. - Wir sind vielleicht manchmal näher bei Johannes. Wir hören Glaubensgeschichten, ringen mit eigenem Zweifel, fragen "Bist du es...?"
           Jesus lässt beide Möglichkeiten offen. Es gibt Zeiten des Irre-werdens, des Nicht-verstehens, des Zweifels. Dann ist es gut, neu hinzuschauen, auf das "was wir gesehen und gehört haben". 
Wenn die "Welt Gottes so voll ist" (nochmal P. Alfred Delp), dann ist er auch in  den Widersprüchen der Welt. Da  müssen wir Christus auch unfassbare Größe, Freiheit und das – auch unlösbare - Geheimnis einräumen. Dann müssen wir auch die Irritation akzeptieren. Und er wird unser unbeirrtes Suchen segnen.

 Jesus ermutigt: Ja es gibt Zeiten, wo du mich nicht verstehst - das muss dich aber nicht durcheinander bringen. Selig - gelassen - glücklich der Mensch, der sich immer wieder an mir ausrichtet. Selig, wer sucht und fragt und seiner Sehnsucht nach Heilung und Leben folgt!
 Amen.

 


 

Gebet

Segne meine Gedanken,

damit ich heute gut über die Menschen denke.

Segne meine Worte,

damit sie in ihnen Leben wecken.

Segne mein Leben,

damit ich immer das einmalige Bild verwirkliche,

das du dir von mir gemacht hast.

 

Segne alle Menschen, die ich im Herzen trage,

du, der gütige und barmherzige Gott,

der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Anselm Grün

 


 

Die Corona-Zeit ins Gebet nehmen

Anregung für eine Stille Zeit nach der Weise des „Gebets der liebenden Aufmerksamkeit“

 Einführung: Aus der Ignatianischen Tradition kennen wir das Gebet der liebenden Aufmerksamkeit als eine Anregung auf den zurückliegenden Tag zu schauen. Die folgende Anleitung zu einem betrachtenden Gebet nimmt diese Gebetsweise auf für eine betende Rückschau auf die Corona-Zeit. Es ist möglich, dieses Gebet in eine oder möglichst mehrere Gebetszeiten mitzunehmen. Oder es wird in einem Hauskreis, in einer Gruppe, einem Gebetskreis miteinander gebetet, vielleicht auch in einer Kirche, einem Raum der Stille ausgelegt. Es ist keine Anleitung zum „Abarbeiten“. Beten heißt im Gespräch sein mit Gott. Vielleicht will nur ein Satz, eine Frage angeschaut und bewegt werden. Vielleicht steigt noch ganz anderes auf.

Gut wäre es, wenn nach der stillen Zeit Gedanken und Bilder noch weiter Ausdruck finden können. Siehe dazu die Anregungen am Schluss.


Ort und Rahmen finden

Ich sorge dafür, dass ich nicht gestört werde. Ich suche meine Gebetshaltung. Wie möchte ich sitzen, knien, stehen? Vielleicht möchte ich auch einen Gang nach draußen machen.

Eine Kerze entzünden  – zur Ruhe kommen – eine Verneigung - …


Ein Gebet sprechen:

Hier bin ich Gott, so wie ich bin –

Mit meiner Sehnsucht, meiner Hoffnung,

meiner Freude, meinem Ärger, meiner Müdigkeit,

meinen Ängsten und Zweifeln,

meinem Ärger und meiner Trauer…

Hilf mir zu sehen, was du mir zeigen möchtest,

zu spüren, dass du mit mir gehst und bei mir bleibst.

So bin ich jetzt vor dir. Amen.

 

Impulse zur Betrachtung auswählen:

Ich gehe mit meinen Gedanken zurück zu den vergangenen Monaten.  

Ich nehme mir für meine Rückschau Zeit.

 

 

Alles, was in mir aufsteigt, bringe ich vor Gott. Ich bitte ihn, dass er alles mit seinem gnädigen Blick anschaut.

 

 

Und ich bringe ihm alles, was mich noch belastet, worüber ich keine Ruhe finde.

Wo wiederholt sich eine Klage, ein Zweifel?

Wo braucht es Versöhnung?

Auch das halte ich Gott  im Gebet hin.

 

 

Ich beschließe diese Gebetszeit mit:

Lied: Meine engen Grenzen… eEG 12

oder: Du verwandelst meine Trauer in Freude...  SvH 95

 

Abschluss -  Gebet

Danke mein Gott,

dass ich schutzlos sein darf vor dir.

Du kennst die unzähligen Risse in meiner Seele.

Du umarmst mich.

Bei dir ist Bergung und Trost.

Du öffnest mir die Augen

Für das Heilsame, das Ermutigende, das Stärkende.

Aus „Sein, die ich bin“, Antje Sabine Naegeli in „Umarme mich –Gebete voller Hoffnung“

 

 Vaterunser

 

Segen:

Segnen möge uns Gott und uns beschützen.

Aufleuchten lassen möge Gott das göttliche Angesicht für uns und uns gnädig sein.

Wenden möge Gott das göttliche Angesicht zu uns und uns umgeben mit Frieden. Amen

                        


 

Mein Erinnern und Betrachten kann ich

 

Anette Bärisch, Haus der Stille Grumbach.
Retraitenarbeitskreis der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens